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sdmon

W├Ąhrend der Arbeit am OIOS (OGI-IT IoT OS) und dem Raspberry Pi stellte sich die Frage, inwieweit Daten, die auf der SD-Karte des Raspberry Pi gespeichert werden, “sicher” sind. Obwohl diese Daten nur f├╝r einen relativ kurzen Zeitraum ausschlie├člich auf der SD-Karte vorhanden sind, bevor sie in ein ├╝bergeordnetes System ├╝bertragen werden (LIMS), sollte ein Datenverlust auch dann vermieden werden. Solch ein Datenverlust kann auftreten, wenn die maximale Anzahl an Schreibzyklen auf der SD-Karte erreicht wurde. Wenn eine M├Âglichkeit besteht die verbleibende Lebensdauer der Karte abzufragen, kann ein rechtzeitiger Wechsel der SD-Karte erfolgen und damit der Datenverlust verhindert werden.

Obwohl in der SD-Karten Spezifikation der Versuch unternomen wurde eine einheitliche Schnittstelle einzuf├╝hren, um die verbleibende “Lebensdauer” der Karte abzufragen, halten viele der Kartenhersteller an propriet├Ąren und “geheimen” L├Âsungen fest.

Nach langer Suche und unserer Ablehnung f├╝r die Offenlegung NDAs (Non Disclosure Agreement) einzugehen, fand sich dann doch ein Hersteller, der in seinem Datenblatt die M├Âglichkeit der Abfrage beschreibt. So entstand sdmon, ein Linux Programm f├╝r den raspberry pi, dass die verbleibende Lebensdauer der SD-Karte anzeigt. Es funktioniert nur mit einigen wenigen professionellen SD-Karten. Bei der ersten Version zeigte es aber auch einen Fehler im Linux Kernel Treiber f├╝r den Raspberry Pi auf. Da wir kein NDA eingegangen waren, konnte der sdmon Sourcecode unter GPLv2 ├Âffentlich gemacht werden (siehe Github Link), wodurch wiederum die Treiber Entwickler in der Lage waren auch diesen Fehler auszubessern.